Staging

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1. Definition
 
Unter Staging versteht man die Einschätzung des Ausmaßes einer i.d.R. malignen Tumorerkrankung (vgl. Krebs).
Das Ausmaß wird in erster Linie oft anhand von Größe und Lokalisation beurteilt, allerdings spielen auch weiterere Faktoren (siehe unten) bei der Beurteilung einer Tumorerkrankung eine wichtige Rolle.
Die Kenntnis über ein Tumor-"Stadium" ist entscheidend für die Therapieplanung und die Prognose bei einer malignen Tumorerkrankung.
 
2. Tumorgröße und Lokalisation
 
Zum Staging wird international überwiegend die TNM-Klassifikation verwendet (u.a. von der UICC und dem AJCC benutzt). In die TNM-Klassifikation gehen ein:
Größe des Primärtumors (T): TX , T0, T1, 2, 3 oder 4
Lymphknotenbefall (N): NX (nicht auswertbar), N0 (kein Lymphknotenbefall), N1, 2, 3 (Befall von einem oder mehreren Lymphknoten)
Fern-Metastasen (M): MX (nicht auswertbar), M0 (keine Fernmetastasen), M1 (Fernmetastasen)
Neben dem für die meisten malignen Tumoren verwendeten TNM-System existieren auch andere Klassifikationen für spezielle Tumorarten. So ist für Lymphome beispielsweise die WHO-/Ann-Arbor-Klassifikation gängig (das TNM-System ist recht ungeeignet), für Gebärmutterhalskrebs gibt es einige Besonderheiten zu beachten (hier ist die PAP-Klassifikation verbreitet), usw.
 
3. weitere Faktoren
Oft sind nicht allein die Größe und Lokalisation entscheidend für die Prognose, sondern auch die Beschaffenheit der speziellen Tumorart, wie das Ausbreitungsmuster, infiltratives Wachstum, Organbefall, Ansprechen auf Radiotherapie, Chemotherapie, usw.
Um dies festzustellen sind nötig:
klinische Untersuchung
Bildgebung (v.a. CT und MRT)
Labor
Pathologie (Abstrich, Probeentnahme, OP-Präparat, etc.)
Zur genauen Beschreibung des Tumors gehört zusätzlich zur Größen- und Lokalisationsbestimmung, auch die Bestimmung der Aggressivität der Tumorzellen, die vom zugrundeliegenden Zelltypen und dem Differenzierungsgrad der Tumorzellen abhängig ist (Grading).
 
4. Konsequenzen
 
Durch das Staging eines Tumors kann die Krankheitssituation beurteilt, die Heilungschancen eingeschätzt und eine geeignete Therapie geplant werden.
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