Intradiskale Mikrotherapie mit Discogel ermöglicht rasche Beschwerdefreiheit
ohne Operation
Rückenbeschwerden gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der westlichen Welt, bis zu 80% aller Menschen sind davon betroffen. Bilden sich die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage spontan zurück, erfolgt eine Diagnostik mittels Kernspintomographie (MRT). Aber nicht jede MRT ist geeignet, die Ursache der Beschwerden zu nachzuweisen. Nur durch die intravenöse Gabe eines speziellen MRT-Kontrastmittels läßt sich die Ursache der Beschwerden sicher nachweisen.
Bandscheibenvorfälle als Ursache sind zwar häufig, aber in nur 5% ist ein Vorfall auch verantwortlich für die beklagten Beschwerden. Davon wiederum ist nur ein kleiner Teil operationspflichtig (Cauda-Syndrom, rasch fortschreitende Lähmungen). Der überwiegende Anteil läßt sich konservativ (mit Krankengymnastik etc.) oder durch minimal-invasive Mikrotherapie behandeln.
Die neueste Entwicklung auf diesem Gebiet stellt die intradiskale Mikrotherapie mit "Discogel" dar. Bei dieser von französischen Forschern entwickelten Methode wird ein mit Kontrastmittel markiertes Alkoholgel über eine dünne Kanüle unter CT-Kontrolle direkt in die Bandscheibe injiziert. Das Präparat führt über eine Denaturierung der Eiweißstrukturen des Nucleus Pulposus zu einem Verlust der Wasserbindungsfähigkeit der Bandscheibe und somit zu einer signifikanten Volumenreduktion des Bandscheibenvorfalles. Eine Entlastung der komprimierten Spinalnerven setzt innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen ein.
Der Eingriff erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung ohne Schmerzen. Die Erfolgsquoten sind mit Rückbildung der Symptome bis zur Beschwerdefreiheit in 80 bis 90% der Fälle sehr gut.
Nachfolgend zur Illustration ein Beispiel - zu sehen sind die Bilder einer Patientin mit starken Schmerzen bei einem Rezidivvorfall nach einer Bandscheiben-Operation:



Folgend die MRT-Bilder der Kontrolle drei Monate nach der intradiskalen Mikrotherapie mit "Discogel" - die Patientin war schmerzfrei:



Die Kosten für die Behandlung werden von den privaten Krankenkassen übernommen.
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter: 069 / 50 50 00 90
Literatur:
Theron, J. et al.: J. Spinal Disord. Tech. 2007, Oct, 20(7): 526-32
Theron, J. et al.: Am. J. Neuroradiol. 2010 Jan (im Druck)
Links:
http://www.gelscom.com/content.php?idcontent=administration%20of%20discogel&lg=en