Die Magnet-Resonanztomographie (MRT), auch unter dem Begriff Kernspin-Tomographie bekannt, ist ein besonders schonendes bildgebendes Diagnoseverfahren. Mittels Magnetfeldern und Radiowellen werden mit MRT Organe, Knochen und Gewebe des Menschen abgebildet.
Vor allem bei der Krebsvorsorge bietet sich mit der schonenden MRT eine gute Möglichkeit zur Früherkennung aber auch zur Stadienbestimmung (Staging) bereits diagnostizierter Tumore. Bei der Darmkrebsvorsorge kann die MRT anstelle der Mehrzeilen-Spiral-Computertomographie angewandt werden und insbesondere auch bei jungen Patienten mit besonderer Fragestellung hinsichtlich entzündlicher Darmentzündungen wie Morbus Crohn.
Auch bei der Diagnostik von Herz-Kreislauferkrankungen kommt die MRT zum Einsatz, etwa in Form einer Kardio-MRT zur Untersuchung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels oder beim Gefäß-Check (Arteriosklerose).
Besonders wichtig ist die MRT zur Diagnose früher Veränderungen am Bewegungsapparat im Rahmen des Muskuloskeletal-Checks in der Bildgebenden Diagnostik. Mit Hilfe dieses Verfahrens können Knochen und insbesondere Gelenkweichteile und -knorpel sehr differenziert dargestellt und auf degenerative Veränderungen hin untersucht werden.
MRT ohne Platzangst und mit Blick ins Grüne
Wenn Sie bisher vor einer Kernspintomographie zurückgeschreckt sind, weil ihnen die Untersuchung in einer engen Röhre unangenehm ist, können sie in der Bildgebenden Diagnostik dieses Verfahren künftig ohne Angst in Anspruch nehmen. Denn in dem eigens angefertigten Tageslichtraum können sie in einem beidseitig offenen Tomographen ihre Ängste vergessen und sogar entspannt ins Grüne blicken.
Prof. Dr. mult. Michael K. Stehling Adjunct Associate Professor of Radiology, Boston University School of Medicine
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