Was ist eine Hysterosalpingographie?
Die Hysterosalpingographie ist eine Untersuchung,
welche im Rahmen der Sterilitätsdiagnostik angewendet wird.
Durch eine kontrastmittelverstärkte Darstellung der
Gebärmutterhöhle kann die Durchgängigkeit der Eileiter, mittels einer
Magnetresonanztomographie, geprüft werden. Eine Durchlässigkeit der
Eileiter ist für eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle erforderlich
und eine Undurchlässigkeit oft Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch.
Darüber hinaus können Erkrankungen der Gebärmutter und der Eierstöcke diagnostiziert werden.
Wie funktioniert eine Hysterosalpingographie?
Zu Beginn der Untersuchung wird im Rahmen einer
gynäkologischen Untersuchung ein dünner Katheter durch einen erfahrenen
Gynäkologen in das Innere der Gebärmutter gelegt. Durch diesen Katheter
wird ein Kontrastmittel in die Gebärmutterhöhle gespritzt, welches sich
im Folgenden in der Gebärmutter und in den Eileitern verteilt. Durch
eine spezielle Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie) ist es
nun möglich, den Innenraum der Gebärmutter und die Eileiter darzustellen
sowie deren Durchlässigkeit zu beurteilen.
Im Vergleich zu einer herkömmlichen
Hysterosalpingographie mittels Röntgenuntersuchung können wir diese
Untersuchung in unserem Institut ohne Strahlenbelastung in einem
Kernspintomographen anbieten.
Wie lange dauert die Untersuchung?
Die Untersuchung im Kernspintomographen (MRT) dauert
ca. 45 min. Da erst der Katheter platziert werden muss, sowie eine
eingehende gynäkologische Untersuchung erfolgt, sollten Sie jedoch mit
einem Aufenthalt von ca. zwei Stunden in unserem Institut rechnen. Bei
Bedarf dürfen Sie sich nach der Untersuchung in einer unserer
komfortablen Lounges erholen.
Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen?
Das Einführen des Katheters sowie die Injektion des
Kontrastmittels können zu einem Druckgefühl führen und vorübergehend
Schmerzen verursachen. Durch das Einführen des Katheters kann es
außerdem zu leichten Blutungen kommen. Diese kommen aber meist
selbstständig zum Stillstand und bedürfen in der Regel keiner weiteren
Behandlung. Selten kann es durch anatomische Unregelmäßigkeiten dazu
kommen, dass eine exakte Platzierung des Katheters nicht möglich ist.
Der beste Untersuchungstermin ist zwischen dem siebten und dem 15. Tag, gerechnet ab dem ersten Tag der Periodenblutung.
Für weitere Informationen bitten wir Sie um Kontaktaufnahme, gerne stehen wir für Ihre Fragen auch telefonisch zur Verfügung. Termine vergeben wir sehr zeitnah.
Institut für bildgebende Diagnostik
Prof. Dr. mult. Michael K. Stehling Adjunct Associate Professor of Radiology, Boston University School of Medicine
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