Welche Faktoren begünstigen arterielle Gefäßerkrankungen?
Wie kann man sich vor gefährlichen Gefäßerkrankungen schützen?
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei krankhaften Veränderungen der Gefäße?
Bin ich besonders gefährdet, einen Herzinfarkt zu erleiden?
Welche Symptome treten bei einem Herzinfarkt auf?
Was kann ich tun, um mein Herzinfarktrisiko möglichst gering zu halten?
Welche Faktoren begünstigen arterielle Gefäßerkrankungen?
Die Risikofaktoren für die Einlagerung von Fettsäuren, Cholesterin oder Kalk in den Gefäßen sind zahlreich. Besondere Risikogruppe sind Diabetiker, aber auch Raucher und Übergewichtige sind häufig betroffen. Das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken, nimmt außerdem mit dem Alter zu und ist für Männer generell höher als für Frauen. Auch genetische Veranlagung spielt eine Rolle.
Wie kann man sich vor gefährlichen Gefäßerkrankungen schützen?
Schützen Sie sich vor den Gefahren der Arteriosklerose durch eine Minimierung ihrer persönlichen Risikofaktoren. Geben Sie unbedingt das Rauchen auf und nehmen sie ab, wenn Sie übergewichtig sind. Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Lassen sie einen Bluthochdruck, Diabetes mellitus und erhöhte Cholesterinwerte medizinisch behandeln. Für Männer ab vierzig und für Frauen ab fünfzig, insbesondere, wenn eine erbliche Vorbelastung vorliegt, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unbedingt anzuraten.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei krankhaften Veränderungen der Gefäße?
Die wichtigste Maßnahme gegen Gefäßerkrankungen und die damit verbundenen Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall ist die Vorsorge. Neben der gesunden Lebensweise (nicht rauchen, viel Bewegung, ausgewogene Ernährung) ist es wichtig, bereits bestehende Krankheiten wie Bluthochdruck (Hypertonie), Diabetes mellitus oder einen erhöhten Cholesterinspiegel ärztlich behandeln zu lassen. Je nach Stadium der Gefäßerkrankung können auch chirurgische Eingriffe erfolgen, um Gefäße vorübergehend oder dauerhaft (mit Stents) zu weiten oder um die Blutbahn umzulenken (Bypass). Bei Bedarf können auch blutgerinnungshemmende Medikamente zum Einsatz kommen. Trotz dieser medizinischen Möglichkeiten sollte man sich stets vor Augen halten, daß eine krankhafte Veränderung der Gefäße nicht rückgängig gemacht werden kann. Daher ist es von höchster Wichtigkeit für Ihre Gesundheit, zur Früherkennung und Abklärung Ihrer persönlichen Risikofaktoren regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.
Bin ich besonders gefährdet, einen Herzinfarkt zu erleiden?
Ein Herzinfarkt kann grundsätzlich jeden Menschen irgendwann im Laufe seines Lebens treffen. Das Erkrankungsrisiko steigt für Männer mit dem Erreichen des vierzigsten, für Frauen des fünfzigsten Lebensjahres. Auch wer vorher keine Beschwerden an sich bemerkt hat, kann plötzlich einen Infarkt erleiden. Da die allermeisten Herzinfarkte durch eine Arteriosklerose in den Herzkranzgefäßen, die sogenannte koronare Herzkrankheit (KHK), ausgelöst werden, sind insbesondere die Menschen betroffen, deren Gefäße durch gewisse Risikofaktoren belastet werden. Dazu gehören neben Rauchen und Übergewicht auch Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Allgemein sind auch mangelnde Bewegung, Streß und familiäre Belastung für die Ausbildung einer KHK von Bedeutung.
Welche Symptome treten bei einem Herzinfarkt auf?
Betroffene erleben, je nach individueller Konstitution, einen Herzinfarkt unterschiedlich. In einigen Fällen verläuft die Erkrankung sogar unbemerkt ("stummer Infarkt"). Ansonsten sind vor allem folgende Symptome charakteristisch: - Drückender Brustschmerz - Ausstrahlen des Schmerzes in den linken oder rechten Arm - Engegefühl in der Brust, Atemnot, Erstickungsgefühl - Schweißausbrüche, Übelkeit, Angstgefühle (evtl. mit Herzrasen) - Schwindelgefühle, plötzliche Bewußtlosigkeit Wichtig ist: Beim plötzlichen Auftreten eines drückenden oder brennenden Brustschmerzes, der im Ruhezustand nicht vollständig verschwindet und länger als fünfzehn Minuten andauert, besteht ernsthafte Gefahr. Es muß in diesen Fällen sofort ein Notarzt verständigt werden!
Was kann ich tun, um mein Herzinfarktrisiko möglichst gering zu halten?
Nikotinkonsum führt zu einer Verengung der Blutgefäße, weshalb Sie das Rauchen unbedingt aufgeben sollten. Außerdem sollten Sie auf regelmäßige Bewegung achten und vorhandenes Übergewicht abnehmen. Da auch erhöhtes Cholesterin im Blut eine KHK begünstigt, sollten Betroffene eventuell verordnete Medikamente einnehmen und sich ausgewogen und ballaststoffreich ernähren. Auch für von Bluthochdruck betroffene Menschen sowie für Diabetiker ist die Behandlung ihrer Krankheit von entscheidender Bedeutung bei der Verringerung des Infarktrisikos. Auch wenn Sie keine besonderen Risikofaktoren bei sich feststellen können, bedeutet das nicht, daß Sie nicht auch früher oder später einen Herzinfarkt erleiden können. Die KHK verläuft lange Zeit symptomlos, weshalb viele vermeintlich gesunde Menschen von einem plötzlichen Herzinfarkt überrascht werden. Regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung tun jedem Menschen gut und minimieren auf jeden Fall Ihr persönliches Herzinfarktrisiko.