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Darm-Magen-Check- FAQ

Welche Risikofaktoren spielen eine besondere Rolle bei der Entwicklung von Darmkrebs?

Ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken haben vor allem erblich vorbelastete Menschen. Auch ein ungesunder Lebenswandel mit zu hohem Alkohol- und Nikotinkonsum, Bewegungsmangel und Übergewicht kann eine Erkrankung begünstigen. Auch bei Menschen, die über lange Jahre an entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn leiden, gehören zur Risikogruppe. Das deutlichste Anzeichen für eine Gefährdung ist das Vorkommen von Adenomen (gutartige Polypen) im Darm, denn neunzig bis 95 Prozent aller Darmkrebskarzinome entstehen aus Adenomen. Die betroffenen Patienten sind in neunzig Prozent aller Fälle älter als fünfzig Jahre.

Entsteht aus jedem entdeckten Polypen ein bösartiges Karzinom?

Im Falle vererbter Darmpolypen (Adenome) ist das Risiko einer Karzinomausbildung extrem hoch. Aber auch die wesentlich häufiger auftretenden, nicht genetisch bedingten Adenome können zu bösartigen Malignomen entarten. Sind die entdeckten Polypen unter einem Zentimeter groß, ist es zunächst unwahrscheinlich, dass sie bösartig sind. Allerdings wachsen Polypen und mit ihrem Wachstum erhöht sich Stück für Stück das Risiko der Mutation. Ab einer Größe von zwei Zentimetern sind bereits dreißig Prozent aller Polypen zu Malignomen entartet. Da über neunzig Prozent aller Darmkrebserkrankungen aus Adenomen entstehen, ist es besonders wichtig, entdeckte Polypen entfernen zu lassen. Zwar werden nicht alle zu Malignomen, jedoch ist die Entfernung eines Polypen in den meisten Fällen so unkompliziert, daß dieser Eingriff zu den Folgen einer Karzinomerkrankung in keinem Verhältnis steht.

Wer sollte regelmäßig eine Darmkrebsvorsorge durchführen lassen?

Darmkrebserkrankungen treten meistens in fortgeschrittenem Alter auf. Neben genetisch vorbelasteten Personen zählen daher insbesondere Menschen über fünfzig zur Risikogruppe. Gefährdete Personen sollten alle drei bis fünf Jahre eine Darmspiegelung durchführen lassen. Mit der virtuellen Endoskopie bietet die Bildgebende Diagnostik ihren Patienten eine moderne und hochpräzise Alternative zur herkömmlichen fiberoptischen Koloskopie. Auch jüngere Menschen sollten eine Vorsorgeuntersuchung zur Abklärung von Risiken in Erwägung ziehen. Unter 50jährige können sich in der Bildgebenden Diagnostik alternativ zur virtuellen Endoskopie mittels Mehrzeilen-Spiral-Computertomographie (MSCT) einer Kernspintomographie (MRT) des Bauch- und Beckenraumes unterziehen. Mit dieser strahlenfreien Variante der virtuellen Endoskopie lassen sich insbesondere entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn besser darstellen. So kann auch in jungen Jahren das Risiko einer späteren Darmkrebserkrankung durch die frühe Diagnose einer Entzündung gemindert werden.

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