Welche Risikofaktoren begünstigen die Erkrankung an Brustkrebs?
Gibt es Untersuchungsalternativen zur Mammographie?
Wird die digitale Mammographie von den Krankenkassen bezahlt?
Welche Risikofaktoren begünstigen die Erkrankung an Brustkrebs?
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Brustkrebs sind unklar. Es gibt jedoch eine Reihe von Faktoren, die eine Erkrankung wahrscheinlicher machen. Zunächst sind ältere Frauen stärker gefährdet als jüngere, zudem spielt auch familiäre Belastung eine große Rolle. Daneben sind insbesondere kinderlose Frauen oder solche, die erst spät ihr erstes Kind bekommen haben, höher gefährdet. Eine gesunde Lebensweise mit guter, ausgewogener Ernährung scheint auch bis zu einem gewissen Grad dem Brustkrebs vorzubeugen. Wichtig ist aber zu wissen, daß über siebzig Prozent aller Erkrankungen bei Patientinnen ohne besondere Risikofaktoren eintreten. Nicht selten sind auch junge Frauen betroffen - im Zeitraum zwischen dem 35. und dem 55. Lebensjahr ist Brustkrebs mittlerweile die häufigste Todesursache. Daher gilt: Es gibt zwar bestimmte Risikofaktoren, jedoch ist die Vorsorge auch für Frauen ohne besondere Belastung wichtig.
Gibt es Untersuchungsalternativen zur Mammographie?
Zur Früherkennung von Brustkrebs ist die Mammographie eindeutig die Methode der Wahl. Nur mit diesem Röntgenverfahren können kleine Mikroverkalkungen erkannt werden, die auf Mammakarzinome hinweisen. Die weibliche Brust kann zwar alternativ auch mit Ultraschall (Sonographie) oder Magrnetresonanz-Mammographie (MRM) untersucht werden. Allerdings eignen sich diese Verfahren nur bei bestimmten Fragestellungen, beispielsweise dichtem Brust- oder Drüsengewebe. Beide Methoden kommen in der Bildgebenden Diagnostik ergänzend, die MRM vor allem zur Abklärung gut- oder bösartiger Veränderungen, zum Einsatz. Eine wichtige Ergänzung zur Vorsorge mit Mammographie ist in jedem Fall die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust. Auch die ärztliche Untersuchung beinhaltet eine Abtastung auf Auffälligkeiten. Am besten betasten Sie ihre Brust monatlich nach der Regelblutung, denn zu diesem Zeitpunkt ist das Gewebe weicher. Fragen Sie ihren Arzt, wie die Tastuntersuchung durchzuführen ist.
Wird die digitale Mammographie von den Krankenkassen bezahlt?
Anders als in vielen anderen Industrieländern wird die Mammographie in Deutschland aus Kostengründen zur Zeit nur bei ausgewählten Fragestellungen angewandt. Deshalb müssen Frauen, die eine Mammographie zur Brustkrebsfrüherkennung in Anspruch nehmen wollen, die Kosten dafür selbst tragen. Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen bezahlen aber die privaten - je nach Vertragslage - diese wichtige Vorsorgeuntersuchung.