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Digitale Mammographie

 

Die digitale Mammographie ist die Weiterentwicklung der konventionellen Röntgen-Mammographie. Wie bei dieser wird die komprimierte Brust mit hochenergetischen Röntgenstrahlen zweidimensional als Projektion abgebildet, jedoch nicht auf Röntgenfilm, sondern auf einer speziellen Speicherfolie. Diese kann in einem Lesegerät in ein digitales Bild umgewandelt werden.

 

Der Vorteil gegenüber der konventionellen Mammographie mit Röntgenfilm ist die etwas bessere Kontrastauflösung und die Möglichkeit, die Bilder anschießend digital nachbearbeiten zu können, so daß Über- und Unterbelichtungen partiell korrigiert werden können. Die Strahlenbelastung ist vergleichbar, ggf. geringfügig geringer als bei der Mammographie mit Röntgenfilm. Ansonsten ist die digitale Mammographie mit den gleichen Problemen behaftet wie die konventionelle Mammographie: Durch die zweidimensionale Projektion werden die Strukturen der Brust überlagert abgebildet, so daß, insbesondere bei dichtem Brustgewebe, kleinere Krebsherde übersehen werden können. Und der Weichteilkontrast ist gering.

 

Übrigens: Die Röntgen-Mammographie ist ein fast 100 Jahre altes Verfahren, das 1913 zum ersten Mal von dem Berliner Chirurgen Salomon angewendet wurde. Sie wurde in den USA in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts als Routinemethode für die Brustkrebsvorsorge eingeführt, in Deutschland erst im Jahre 2003. Viele internationale Experten sind einig, daß die Kernspin-Mammographie (siehe dort) der Röntgen-Mammographie im Bereich der Brustkrebsvorsorge weit überlegen ist und das ältere Röntgen-Verfahren in Kürze komplett ersetzen wird.

 

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