Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen machen sich im fortgeschrittenen Stadium durch regelmäßige Schmerzen bemerkbar. Dann helfen den Betroffenen oft nur noch Schmerzmittel. Nur wenn degenerative Veränderungen an Gelenken oder Wirbelsäule rechtzeitig erkannt werden, kann durch rechtzeitig eingeleitete Gegenmaßnahmen die Lebensqualität auf Dauer gesichert werden.
Mit moderner Bildgebender Diagnostik können schon sehr früh Veränderungen am Bewegungsapparat erkannt werden. Dabei kommt ein besonders schonendes Verfahren zum Einsatz: die Magnet-Resonanztomographie (MRT), auch bekannt als Kernspin-Tomographie (KST). Die MRT liefert dreidimensionale Bilder, die dem behandelnden Arzt einen hervorragenden Einblick in den menschlichen Körper erlauben. Die Knochen und insbesondere Gelenkweichteile und Knorpel werden sehr differenziert dargestellt. Dabei arbeitet die MRT mit Magnetfeldern und Radiowellen, das heißt, sie kommt im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung ohne jede Strahlenbelastung aus.
MRT - entspannt und ohne Platzangst
Trotz des schonenden Verfahrens scheuen viele Patienten eine Kernspintomographie, weil ihnen die Untersuchung in einer engen Röhre unangenehm ist. In der Bildgebenden Diagnostik besteht für diese Bedenken jedoch kein Anlaß, denn der hier zum Einsatz kommende Hochleistungs-Kernspintomograph ist beidseitig offen und befindet sich in einer speziell entwickelten Tageslichtkabine mit großen Fenstern. In dieser Umgebung können Sie als Patient während der Untersuchung ohne jegliche Platzangst entspannen.
CT-gesteuerte Mikrotherapie bei Rückenschmerzen
Bei starken, langanhaltenden Rückenschmerzen ist eine konventionelle Therapie mit Physiotherapie und Schmerzmitteln oft nicht mehr möglich. Im Gegenteil - bei chronischen Gelenkschmerzen verursachen falsche Bewegungen und eine unnatürliche Schonhaltung zusätzliche Muskelverkrampfungen und damit weitere Schmerzen. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen oder ihm vorzubeugen, kann man mittels CT-gesteuereter minimal-invasiver Therapie Schmerzen gezielt bekämpfen.
Dazu werden zur genauen Lokalisation der Schmerzen MRT-Bilder und anschließend Übersichtsaufnahmen im CT angefertigt, um die Punktionsstelle exakt zu positionieren. Mit einer hauchdünnen Nadel wird genau dort punktiert, wo der Schmerz seine Ursache hat und es wird ein Lokalanästhetikum kombiniert mit einem Cortisonpräparat injiziert. Innerhalb weniger Minuten lassen die Schmerzen erheblich nach oder verschwinden sogar ganz. Um langfristige Erfolge zu erzielen, kann es erforderlich sein, dass diese Prozedur mehrere Male wiederholt wird.
Studien belegen eine kurzfristige Erfolgsrate von bis zu 90% und langfristige Erfolge von bis zu 54%.