Die Magnet-Resonanztomographie (MRT) oder auch Kernspintomographie (KST) ist ein strahlenfreies und daher sehr schonendes bildgebendes Diagnoseverfahren. Da keine Nebenwirkungen bekannt sind, wird die MRT sehr vielseitig eingesetzt, manchmal alternativ zu anderen Verfahren wie zum Beispiel der Computertomographie (CT).
In der Bildgebenden Diagnostik muß der Patient bei der MRT nicht in der sonst üblichen Röhre liegen, weshalb diese Untersuchung auch für Menschen mit Angst vor engen Räumen sehr gut geeignet ist. Hier kommt ein beidseitig offener Magnet-Resonanztomograph zum Einsatz, der in einer eigens eingerichteten Tageslichtkabine mit großen Fenstern und Blick ins Grüne aufgebaut ist. Als Patient liegen Sie entspannt auf dem Untersuchungstisch und werden durch den Tomographen gefahren. Es ist wichtig, daß sie während der Aufnahmen möglichst still und entspannt liegen, damit Aufnahmefehler (Bewegungsartefakte) möglichst vermieden werden.
Nicht-invasiv und doch hochpräzise
Die MRT läuft in der der Bildgebenden Diagnostik komplett nicht-invasiv, das heißt ohne Eingriff in den Körper ab. Je nach Fragestellung und Verträglichkeit kann die Injektion eines Kontrastmittels notwendig sein.
Mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen erzeugt der Tomograph mehrere Schnittbilder des Körpers aus verschiedenen Perspektiven. Diese werden im Anschluß von einem Computer zu einem dreidimensionalen Bild weiterverarbeitet, auf dem der behandelnde Arzt Ihren Körper virtuell untersuchen kann.
In Einzelfällen kann die MRT nicht angewandt werden, vor allem dann, wenn der Patient Metallteile (Spirale zur Empfängnisverhütung) oder elektrische Geräte (Herzschrittmacher) im Körper hat. Individuelle Besonderheiten werden im Vorfeld der Untersuchung in der Bildgebenden Diagnostik in einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch nachgefragt. Sollte die MRT für Sie nicht in Frage kommen, können alternative Verfahren, wie die Mehrzeilen-Spiralcomputertomographie (MSCT), ersatzweise angewendet werden.